Lenzeiche – Fotoshooting mit Folgen…

Lenzeiche – Fotoshooting mit Folgen…

Über meine Lieblingseiche, die Lenzeiche bei Sichertshausen habe ich ja bereits schon einmal berichtet. Aufgrund meiner gefühlten als auch geographischen Nähe zu diesem Baum wird auch dieser Beitrag sicherlich nicht mein Letzter sein. Ziel war es den Baum einmal im ersten Morgenlicht eines schönen Herbsttages zu besuchen und diese Stimmung mit dem Fotoapparat einzufangen. So machte ich mich auf den Weg und kurz vor acht Uhr war es dann so weit. Die Wetterbedingungen waren tatsächlich sehr gut und die Morgenstimmung bei zunehmenden Sonnenschein fantastisch. Etwas überrascht war ich sogar wie lange ich die Morgenstimmung genießen konnte und so den Baum in Ruhe fotografieren konnte.

Astgeweih im Morgenlicht

Trotz seines sehr gleichmäßigen Wuchses in alle Himmelsrichtungen bietet die Eiche bei genauerem hinschauen sehr unterschiedliche Perspektiven und ist keineswegs so monoton wie es von Weitem scheint. Jeder Ast schreibt seine eigene Geschichte und bei jedem Besuch zeigt mir der Baum ein neues Gesicht. Licht, Blickwinkel, Horizont, Standort, Wetter, Jahreszeit, Wiesenblüte oder Laub bedeckter Boden,… – eine Vielzahl an Faktoren sorgen dafür, dass es einem nie langweilig wird.

So manchmal muss man für ein gutes Foto auch leiden.  Ein Bauer hat auf seinem Acker neben dem Baum ein Phaceliafeld (Bienenweide) mit Sonnenblumen als Gründüngung angepflanzt. Dies habe ich schnell mit einem Lächeln auf dem Gesicht wahrgenommen. Der herrliche Anblick im Morgenlicht hat sofort nach einem Foto geschrieen. Dass der Acker jedoch erst unmittelbar zuvor mit Schweinegülle gedüngt worden war, habe ich in der Euphorie oder auch der Windrichtung geschuldet erst als es bereits zu spät war bemerkt. Ich  hatte mein Stativ bereits im Feld aufgebaut. So war die doch äußerst starke Duftmarke bereits gesetzt. “Jetzt ist es eh zu spät” sagte ich mir uns streifte weiter durchs Feld um die schönsten Blicke  auf die Eiche einzufangen. Die Hartnäckigkeit des Güllegeruchs hatte ich aber doch etwas unterschätzt und so duftete mein Stativ trotz ausgiebigem Waschen mit Seifenlauge noch heute nach diesem Ereignis.

Der Tag wird mir nicht zuletzt wegen der Bilder noch lange in Erinnerung bleiben.

Schatten und Licht

 

Fotos: © Andreas Walter

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