Österreichs vielleicht höchster Wipfel

Österreichs vielleicht höchster Wipfel

In der Rappenlochschlucht bei Dornbirn steht der vielleicht höchste Baum Österreichs. Stolze 56m streckt sich der Bergmammutbaum (sequoia giganteum) seit seiner Pflanzung im Jahr 1899 bereits in die Höhe. Seine schlanke Gestalt weist im oberen Teil noch die typische Pyramidenform junger Mammutbäume auf, während man ihm im unteren Teil sein Alter ansieht.

Der Standort scheint dem Baum sehr zu bekommen. Durch das tiefe Tal ist er vor starker Hitze, Sturm und Blitz geschützt. Ferner sorgt der Bach und die feuchte Luft im Tal für einen guten Wasserzugang. Für einen freistehenden Baum erreicht er eine bemerkenswerte Höhe – ob er sich wohl aus dem Tal heraus weiter ans Licht kämpfen möchte? Mit einem BHD von ~2,26m ist er im Vergleich zu anderen europäischen Mammutbäumen dieser Höhe bemerkenswert stark und er ist im Vergleich dennoch sehr jung. Ich denke dieser Baum besitzt an diesem Standort das Potential sich zum höchsten Mammutbaum Europas zu entwickeln. Lt. Projekt Mammutbaum e.V. ist dies derzeit ein Bergmammutbaum auf den britischen Inselns nahe Pitlorchy mit einer Höhe von ~59,5m.

Die Höhe des Baumes ist sehr gut beim Blick von einer leichten Anhöhe hinab ins Tal wahrnehmbar. Ich finde diese Sicht macht den Standort noch attraktiver, schaut man gewöhnlich doch meist zu den Bäumen hinauf. Die letzten Sonnenstrahlen in den Wipfeln des Baumes habe ich mit meinem Fotoapparat eingefangen und war wieder einmal beeindruckt über das Schauspiel von Licht, Schatten und Farbe im Wipfel.

Abendsonne im Wipfel
Abendsonne im Wipfel

 

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